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Maltechniken

Alles, was Sie über das Malen mit Temperafarben wissen müssen

Tempera-Farben sind nicht nur für die Schulzeit gedacht. Erfahre, worin sie sich von Acrylfarben unterscheiden, wie du den richtigen Untergrund, hochwertige Temperafarben und Pinsel auswählst und ob das Bild lackiert werden sollte.
Malen mit Temperafarben — Tuben und Gläser mit gebrauchsfertigen Temperafarben

Kurz gefasst: Temperafarben sind nicht nur etwas für die Schulzeit — mit dem richtigen Untergrund, hochwertigen Farben und passendem Zubehör können sie ernsthafte künstlerische Ergebnisse liefern. In diesem Leitfaden erfährst du, worin sich Temperafarben von Acrylfarben unterscheiden, wie du den Untergrund und hochwertige Temperafarben auswählst, welche Pinsel und welches Zubehör du benötigst und ob das Bild lackiert werden sollte.

Malen mit Temperafarben — Tuben und Gläser mit gebrauchsfertigen Temperafarben

Temperafarben erinnern dich sicher an die Grundschule. Damals haben wir sie benutzt, weil sie sicher und einfach in der Anwendung sind und recht gute Ergebnisse liefern können. Sie sind deutlich dicker als Wasserfarben und daher deckender, was sie zu einer logischen Wahl beim Erlernen künstlerischer Techniken machte.

Tempera als Technik ist ein weites Feld mit einer reichen Geschichte. Aber heute sprechen wir über Temperafarben als Farben, die wir in Tuben und Gläsern kaufen und die direkt gebrauchsfertig sind. Alle Temperafarben findest du in unserem Sortiment.

Unterschiede zwischen Tempera- und Acrylfarben

Man könnte sagen, dass Temperafarben heute im Schatten der Acrylfarben stehen. Zwar haben sie ähnliche Eigenschaften, aber es gibt dennoch Unterschiede. Beide werden mit Wasser verdünnt, aber Acrylfarbe ist nach dem Trocknen wasserfest, auch ohne Lackierung. Sie trocknen ähnlich schnell und auf die gleiche Weise – durch Verdunstung von Wasser –, aber Tempera hat ein mattes Aussehen, während Acrylfarbe leicht glänzend ist.


Untergrund zum Malen

Du kannst auch als Erwachsener mit Temperafarben malen, warum nicht? Unser Rat ist jedoch, im Vergleich zur Schulzeit ein paar Dinge zu ändern. Das erste und sehr wichtige ist der Untergrund. Als Kinder haben wir Papier aus dem Schulblock benutzt, und erinnerst du dich, wie sehr es genervt hat, wenn man verdünnte Farbe auftrug und sich das Papier zu wellen begann? Und wenn man mehrmals mit dem Pinsel über das Papier ging, bildeten sich Krümel oder das Papier riss sogar. Mit dem richtigen Untergrund wirst du Temperafarben ganz anders erleben und sie sicher lieben lernen.

Wahl des Untergrunds für das Malen mit Temperafarben — dickeres Papier, Leinwand oder präparierte Pappe

Wenn du auf Papier arbeiten möchtest, wähle ein dickeres Papier, das für Acrylfarben oder Mischtechniken geeignet ist. Du kannst mit Tempera auch auf einer klassischen Malleinwand oder einer Leinwand auf Hartfaserplatte arbeiten. Du kannst auch einen Untergrund vorbereiten, wie ihn Schüler von Kunstschulen und Studenten verwenden, was die günstigste Option zum Üben ist. So geht's: Schneide eine 2 oder 3 mm dicke Pappe in die gewünschten Formate und bestreiche sie mit Acryl-Gesso, indem du abwechselnd beide Seiten zweimal streichst und zwischen jedem Auftrag trocknen lässt. Wenn die Pappe trocken ist, klebe sie mit Malerkrepp auf eine Holzplatte, wobei du etwa 1 cm der Ränder mit dem Klebeband abdeckst (das verleiht deinem fertigen Werk nach dem Abziehen des Bandes eine professionellere Note, da das Bild sofort ein Passepartout erhält).


Wie man die richtigen Temperafarben auswählt

Vermeide die billigsten Varianten und suche nach Temperafarben für Studenten oder professionelle Künstler. Temperafarben sind dafür bekannt, dass sie beim Trocknen ihre Farbe verändern und um einige Nuancen heller werden. Je hochwertiger die Farben jedoch sind, desto stärker und reiner ist das Pigment, wodurch der Grad der Aufhellung geringer ausfällt.

Wie man hochwertige Temperafarben auswählt — stärkeres Pigment bedeutet weniger Aufhellung beim Trocknen

Verdünne sie mit Wasser und male in dünneren Schichten, da extrem dicke Schichten reißen können. Bei Temperafarben ist es wichtig zu lernen, wie man Nuancen mischt und wie man vorhersieht, dass sie beim Trocknen heller werden. Widme dich dem Mischen der Farben und dem Finden der richtigen Nuance, experimentiere, denn wenn du dieses Prinzip des Farbmischens einmal gelernt hast, wird es dir bei jeder Maltechnik nützlich sein.

Tipp: Da Temperafarben beim Trocknen heller werden, teste die Nuance auf einem Stück desselben Untergrunds und warte, bis sie trocken ist, bevor du sie auf das Bild aufträgst. So weißt du genau, wie die Farbe am Ende aussehen wird.


Pinsel und weiteres Zubehör

Für Temperafarben benötigst du eine Palette zum Mischen der Farben (am besten weiß und so groß wie möglich), Pinsel und einen Wasserbehälter. Alle Arten von Pinseln kommen in Frage, je nach deinem Malstil. Wenn du dir jedoch unsicher bist, ist es am besten, sich für den Anfang Pinsel mit elastischem Synthetikhaar zu besorgen. Ein breiter Pinsel für den Hintergrund, einige mittlere flache und ein paar runde dünne Pinsel reichen aus. Alles Zubehör lässt sich nach Gebrauch einfach mit Wasser reinigen.

Pinsel und Zubehör für das Malen mit Temperafarben — Palette, Synthetikpinsel und Wasserbehälter


Lackieren des Bildes

Ein mit Temperafarben gemaltes Bild muss nicht zwingend lackiert werden, aber in diesem Fall muss es in einem Rahmen mit Glas gerahmt werden, um geschützt zu sein. Wenn du es lackierst, kannst du dies mit fast jedem Lack tun, der für den Schutz von Gemälden bestimmt ist. Du musst nur bedenken, dass durch das Lackieren bestimmte Nuancen auf dem Bild dunkler werden, d. h. der Lack verleiht ihnen das Aussehen von „nasser Farbe“ zurück.


Was du zum Malen mit Temperafarben benötigst

  • Temperafarben — wähle Qualität für Studenten oder Künstler für ein stärkeres Pigment (Gouache- und Temperafarben)
  • Passender Untergrund — dickeres Papier, Malleinwand oder mit Gesso präparierte Pappe (Malleinwände)
  • Weiße Palette — so groß wie möglich, zum Mischen von Nuancen
  • Pinsel — elastische Synthetikpinsel: ein breiter, ein paar mittlere flache und ein paar runde dünne (Pinsel)
  • Wasserbehälter — zum Verdünnen der Farbe und Reinigen des Zubehörs
  • Bildlack (optional) — wenn du zusätzlichen Schutz statt Glas im Rahmen wünschst

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Temperafarben von Acrylfarben?

Sowohl Tempera- als auch Acrylfarben werden mit Wasser verdünnt und trocknen durch Wasserverdunstung ähnlich schnell. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Acrylfarbe nach dem Trocknen auch ohne Lackierung wasserfest ist, Tempera hingegen nicht. Tempera hat ein mattes Aussehen, Acrylfarbe ein leicht glänzendes.

Auf welchem Untergrund malt man mit Temperafarben?

Am besten verwendet man dickeres Papier, das für Acryl- oder Mischtechniken bestimmt ist, eine Malleinwand oder eine Leinwand auf Hartfaserplatte. Eine günstige Option zum Üben ist 2–3 mm dicke Pappe, die beidseitig mit Acryl-Gesso grundiert wurde.

Wie wähle ich gute Temperafarben aus?

Vermeide die billigsten Varianten und wähle Temperafarben für Studenten oder professionelle Künstler. Je höher die Qualität, desto stärker und reiner ist das Pigment, sodass die Farbe beim Trocknen weniger aufhellt.

Welche Pinsel sind am besten für Temperafarben geeignet?

Für den Anfang sind Pinsel mit elastischem Synthetikhaar ideal: ein breiter für den Hintergrund, einige mittlere flache und ein paar runde dünne. Alles lässt sich nach Gebrauch leicht mit Wasser reinigen.

Muss ein mit Temperafarben gemaltes Bild lackiert werden?

Es ist nicht zwingend erforderlich — du kannst das Bild auch durch Einrahmen in einen Rahmen mit Glas schützen. Wenn du es lackierst, verwende einen Lack, der für den Schutz von Gemälden bestimmt ist, aber bedenke, dass einige Nuancen dunkler werden und das Aussehen von „nasser Farbe“ erhalten.

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