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Kunstwelt & Inspiration

Was ist die Operation Nachtwache und warum ist sie so wichtig?

Erfahren Sie mehr über das Projekt „Operation Nachtwache“ (Operation Night Watch), das sich der umfassenden Restaurierung und Erforschung von Rembrandts berühmtem Meisterwerk widmet.
Restaurierung des Gemäldes Die Nachtwache von Rembrandt

Großartige Neuigkeiten für alle Kunstliebhaber, besonders für diejenigen, die die Werke von Rembrandt zu schätzen wissen! Im Amsterdamer Rijksmuseum findet derzeit die Restaurierung der „Nachtwache“ statt – eines der berühmtesten Werke des niederländischen Meisters. Das Beste daran: Du kannst die Arbeiten live über einen Online-Stream verfolgen.

Die Nachtwache, oder genauer gesagt das Gemälde mit dem Titel Die Kompanie des Hauptmanns Frans Banninck Cocq und des Leutnants Willem van Ruytenburch, ist ein Meisterwerk von Rembrandt van Rijn, dem wohl bedeutendsten niederländischen Maler und Grafiker des Barock. Es wurde 1642 in Öl auf Leinwand gemalt und zeigt die Schützen einer Bürgerwehr, die das Werk auch in Auftrag gegeben hatten.

Wie läuft das ab?

Nach detaillierten Studien, die Untersuchungen der Maltechniken, hochauflösende Fotografien und fortschrittliche Computeranalysen umfassten, wurde ein präziser Arbeitsplan erstellt. Das Projekt „Operation Nachtwache“ bietet der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Arbeiten hautnah mitzuerleben. Wie der Direktor des Rijksmuseums betont, gehört dieses Werk nicht nur den Niederländern, sondern der ganzen Welt – und die Öffentlichkeit hat das Recht zu sehen, was mit diesem Schatz geschieht. Das Gemälde befindet sich in einer speziell entworfenen Glaskammer, sodass es weiterhin für Besucher sichtbar bleibt, während gleichzeitig alle Restaurierungsschritte verfolgt werden können.

Wissenswertes:

Das Bild zeigt eigentlich den Innenraum einer Schützenhalle bei Tageslicht. Den Spitznamen „Nachtwache“ erhielt es erst später, als es durch eine nachgedunkelte Firnisschicht so aussah, als spiele die Szene bei Nacht (der dunkle Firnis wurde später entfernt, aber der Name blieb).

Das Gemälde wurde im Laufe der Zeit um etwa 20 % beschnitten, um in einen neuen Raum zu passen. Die heutige Größe beträgt 3,6 m × 4,4 m, ursprünglich waren es 4 m × 5 m.

Obwohl es sein ehrgeizigstes Werk auf dem Höhepunkt seiner Karriere war, verlor Rembrandt nach diesem Auftrag an Popularität, da er mit den damals üblichen Konventionen für Gruppenporträts brach. Nicht alle Figuren sind auf dem Bild gleich gut zu sehen, was bei den Auftraggebern für Unmut sorgte.

Das Gemälde hat im Laufe der Jahre mehrere „Angriffe“ überstanden. Zweimal wurde es von Besuchern mit einem Messer beschädigt, und 1990 besprühte ein Besucher das Werk mit Säure. Dank des schnellen Eingreifens des Sicherheitspersonals, das sofort Wasser auf die Leinwand auftrug, konnte verhindert werden, dass die Säure in tiefere Schichten eindringt. Nach den Vorfällen wurde das Bild jeweils restauriert.

Das Gemälde wurde bereits mindestens 25-mal restauriert, doch die „Operation Nachtwache“ stellt die bisher umfangreichste Untersuchung dar.

Hier kannst du die Restaurierung der Nachtwache live verfolgen: https://www.rijksmuseum.nl/en/nightwatch